Am 12.10.2017 haben wir endlich den Bauantrag von Helma erhalten. Ein kleines bisschen später als erhofft, aber er war nun endlich da. Ein riesiger Berg Papier, der auch noch mit gefühlt 100 Unterschriften der Bauherren zu versehen ist. Wir wühlten uns also durch den Wald und unterschrieben artig alles.
Die Abgabe erfolgte am 14.10. mit freundlicher Zuarbeit durch unseren Verkaufsberater direkt beim Bauamt. Naja.. so zumindest die Idee. Die erfahrene Sachbearbeiterin konnte gleich loslegen:
1. genügt die zweifache Ausführung und nicht die dreifache. Schade um den Baum.
2. wird das Bodengutachten nicht benötigt
und dann kam
3.: Es wurden die brandenburger anstelle der berliner Formulare verwendet 😡😡😡😡
Na so eine Sch...💩
Da die Anträge immer auch vom Ersteller (Baufirma) unterschrieben werden müssen, muss Helma also nochmal ran und die Anträge neu erstellen. 😱
Also gleich angerufen.. dort war man auch peinlich schockiert und versprach schnellstmögliche Hilfe.
2 Tage später waren die Anträge dann auch bei uns, sodass wir die Anträge vollständig am 19.12. abgeben konnten. Jetzt hoffen wir, dass unsere "Wunsch"-Sachbearbeiterin den Antrag bekommt und wir so keine 3 Monate warten. Sonst wird es knapp mit Weihnachten 2018 im neuen Jahr 🙈
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Dienstag, 2. Januar 2018
Abgabe Anträge Wasser/Abwasser
Der erste Post im neuen Jahr und wieder viel zu spät 😪
Am 7.12. 2017 gingen die Anträge für Trink- und Abwasser an die Berliner Wasserbetriebe. Aufgrund der normalen Bearbeitungszeit von 6 Wochen zzgl. der Feiertage können wir mit einem Angebot wohl erst gegen Ende Januar rechnen.
Am 7.12. 2017 gingen die Anträge für Trink- und Abwasser an die Berliner Wasserbetriebe. Aufgrund der normalen Bearbeitungszeit von 6 Wochen zzgl. der Feiertage können wir mit einem Angebot wohl erst gegen Ende Januar rechnen.
Mittwoch, 22. November 2017
Bemusterung
Gestern Abend sind wir zurück gekommen von der Bemusterung bei Helma in Lehrte. Puh... also das es anstrengende 2 Tage werden, hatten wir uns schon gedacht. Aber es war dann doch etwas intensiver, als wir erwartet hatten.
Begonnen haben wir mit einer verspäteten Anreise. Den Termin um 10 Uhr im Bemusterungspark - haben wir dank eines unerwarteten Staus nach einem Unfall von einer Stunde - um einige Minuten verpasst. Alles dennoch ganz entspannt, auch wenn Planerin, Bauleiter und Bemusterungsfrau etwas warten mussten.
| Nette Begrüßung |
Nach kurzer Einführung ging es recht schnell an die Planung. Zunächst wurden die Räume einzeln durchgesprochen. Tür- und Fensteranschläge sowie die Position wurden erläutert und ggf. im Detail nachgebessert. Besonders gefallen hat uns hier das Mitdenken aller Beteiligten. Das fiel schon bei der Erstellung der Bauzeichnungen auf. So wird bereits darauf geachtet, dass auch hinter dem Fenster genug Platz für Möbel (z.B. im Schlafzimmer für den Kleiderschrank) bleibt, oder der Anschlag beim öffnen nicht stört, Stoßlüftungen gut möglich sind, usw. usw. Letztlich bleibt es die Entscheidung des Bauherren/in, aber es erleichtert die Entscheidung sehr. Als Laie würde man hier sicher das eine oder andere übersehen.
Den ersten Schock hat uns dann der Bauleiter verpasst: Die Flächen im EG sind zu groß, sodass der Estrich mit Dehnungsfugen unterbrochen werden muss. Zwischen Wohn/Essbereich und Küche sowie zw. Wohnbereich und Diele hat uns noch recht wenig gestört. Doch auch der Wohn/Essbereich ist in der Länge zu groß (10,5m) - auch dort muss eine Fuge rein 😩 Das Problem daran: Dehnungsfugen müssen auch in den Beleg übernommen werden. 😱 Wer will denn so eine Fuge mitten durch den Fußboden, mitten im Raum?! 😭 Das wird noch ein ernstes Problem..
Platz für Änderungen
Nach der Durchsprache der Räume haben wir unsere gewünschten Änderungen eingearbeitet. Als (zunächst) wichtigsten Wunsch haben wir einen Wäscheschacht im Bad geplant. Das ging ratzfatz und kostet glücklicherweise überschaubar viel (50€). Leider sollte das nicht so bleiben 😝
Kurz bevor wir nach Lehrte gefahren sind, kam meine liebe Ehefrau auf den Gedanken, dass so ein massives Vordach doch eine tolle Sache wäre. 😧 Die Idee ist zugegebener Maßen wirklich super und nach kurzer Recherche und einiger Bilder von anderen Umsetzungen, wollten wir sowas auch als Vordach. Allerdings sind die Dinger wirklich nicht billig... Nun haben wir also den Beteiligten unseren Vorschlag erläutert und er wurde eingezeichnet (Planerin) und kalkuliert (Bemusterungsfrau). Das dauert dann alles ein bisschen.. das Ergebnis haben wir am Nachmittag besprochen.
Nachdem alle planerischen Anpassungen erledigt waren, hat sich die Planerin vorerst verabschiedet und alles in die Bauzeichnungen und Lagepläne eingearbeitet.
Bemusterung außen
Wir dagegen sind in den Bemusterungspark gegangen und konnten die äußeren Bemusterungsobjekte in ihrer realen Pracht bewundern. Es gab Dachziegel, Regelrinne, Fensterbänke (bei uns Granit), Außenputz usw. auszuwählen. Den Putz hatten wir vorher ausgewählt, genauso die Fensterbänke. Beim Rest haben wir uns mit dem Standard begnügt und auch schon vorher überlegt, was wir haben wollen. So ging es recht fix und wir konnten wieder ins Warme. Das Wetter lud auch nicht zum Verweilen im Außenbereich ein.
Mittagspause.. ein wenig den Kopf befreien
Zusammen mit dem Bauleiter sind wir dann zum Mittagessen ins nahegelegene Hotel (das übrigens komplett von Helme bezahl wurde). Alles sehr sauber und ordentlich, es gab wirklich nichts zu meckern.
Anschließend noch die Rückmeldung fürs Vordach: 3200€ -- Ufff! Das ist ordentlich für "so ein bisschen Beton". Aber wenn man genauer hinschaut, ist so ein Vordach doch etwas mehr als nur Beton. Und die Preise die wir vorher gehört hatten, lagen sogar noch deutlich darüber. Ok.. wir haben also etwas zum Nachdenken bekommen.. entscheiden müssen wir ja erst am nächsten Tag.
Sanitärbemusterung
Zusammen mit der Bemusterungsfrau ging es dann in de große und sehr schön gestaltete Sanitär-Welt. Begonnen haben wir in einer weniger hübschen Ecke mit etwas mäßiger Beleuchtung (😏): dort standen die im Standard enthaltenen Keramiken und Armaturen. Für's Gäste-Bad im EG reicht uns allerdings der Standard völlig aus. Naja.. eine Absenkautomatik fürs WC wollten wir dann doch.. spaßige 80€ Mehrpreis 😮
Danach ging es sehr schnell: Ein Waschbecken fürs Bad im OG, dass uns gefallen hat, sollte 2500€ kosten 😱👎 Ne.. also ernsthaft. Nichts gegen Helma, aber die Preise der Hersteller sind hier einfach wie vom Mond. Meine Frau träumt von einer Whirlpoolbadewanne. Die gehen im Internet (jaja.. ich weiß) bei 1.500€ los.. bei Helma bei 5.000€. So wird das nichts.. Problem: Es können nicht einzelne Sanitärobjekte rausgenommen werden. Entweder alles, oder nichts.
Puh.. Naaaja. Dann eben nichts 😠 Hier zeigt sich Helma doch sehr unflexibel. Jetzt müssen wir EG UND OG Keramiken und Armaturen alleine besorgen und montieren. Wieso jetzt nicht das EG, wo ja alles mit Standard-Artikeln versehen werden sollte, nicht von Helma ausgeführt werden kann, ist uns ein Rätsel.
Argumentiert wird dann immer mit Gewährleistung und schwieriger Absprache. Sicher gibt es bei solchen Absprachen immer mal Ärger mit dem einen oder anderen Bauherren, aber dafür alle unter Generalverdacht zu stellen? Etwas übertrieben..
Rollläden
Da mein Schwiegervater eine eigene Firma für die Montage von Bauelementen führt (Fenster, Türen, Rollläden,...) und die Preis für elektrische Rollläden werkseitig sehr hoch sind, hatten wir uns schon beim Kauf entschieden, in Eigenleistung selbige umzurüsten.
Unser Plan war eigentlich, die Rolllädenpanzer werkseitig einzeln, also nicht montiert, liefen zu lassen und die Gurtwickler gleich komplett entfallen können. So hätten wir uns einiges an Arbeit gespart. Aber nicht mit Helma... ebenfalls wurde mit schwieriger Gewährleistung argumentiert und man hätte da in der Vergangenheit Probleme gehabt... . Hier zeigt sich leider erneut die Schwerfälligkeit. Schade.
So müssten die Motoren werkseitig eingebaut werden - 200€ p. Rollläden. 😒
Dazu kommt dann das Problem mit dem "2.Rettungsweg":
Dieser sei zwingend notwendig und ggü. dem Bauamt nachzuweisen und das sowohl für EG als auch für das OG. Im EG durch die große Balkonanlage zur (geplanten) Terrasse und im OG durch die große Fensteranlage im Büro. Soweit, so gut. Problem bei elektrischen Rollläden: Man braucht eine Lösung für manuellen Betrieb im Brandfall, falls der Strom bereits ausgefallen ist. Die Lösung sieht dann so aus: eine "nicht demontierbare" Kurbel für günstige 500€ das Stück. Davon natürlich 2!😡👎😡💥 No Way! Insgesamt Mehrkosten in Höhe von 5000€.
Die Nachrüstung in Eigenleistung kostet dagegen ca. 2500€...
Technische Baubesprechung
Nachdem die Sanitärbemusterung schnell erledigt war, konnten wir noch die technische Durchsprache mit dem Bauleiter am ersten Tag erledigen. Die ist normalerweise für den Beginn des zweiten Tages geplant. 2 Stunden echte Anstrengung. Es geht sehr ins Detail und es wird die Ausführung der einzelnen Schritte (relativ) genau erläutert. Auch wenn es zeitweise, insbesondere nach dem langen Tag, sehr anstrengend war, hat es doch wirklich viel gebracht. So bekommt man einen besseren Überblick und kann gezielt fragen stellen. Insbesondere durch unsere EL Elektro ergeben sich hier natürlich einige Punkte, die dann in aller Ruhe besprochen werden können.
Letztlich orientiert sich alles an einem Protokoll und hat eine gute Struktur. Wir kamen dann ohne größere Schwierigkeiten durch und hatten "Feierabend"...
Nacharbeiten
... Von wegen Feierabend. Wir saßen bis nach Mitternacht im Hotel am Schreibtisch und haben überlegt, geplant, entschieden, verworfen, gegoogelt, telefoniert, abgesprochen,......... Letztlich muss am zweiten Tag alles entschieden werden und jede Entscheidung hat Konsequenzen: Die meisten kosten nämlich einiges an € 😝 und die anderen sind wichtig für den Bauabschnitt.
Der 2. Tag
Zunächst sind wir zusammen mit allen Beteiligten die entstandenen Fragen durchgegangen. Das ging sowohl recht fix als auch erfolgreich. Alle baulichen Fragen wurden positiv beantwortet, sodass wir hier schon mal zufrieden waren. Insbesondere ging es uns um die Details zum Kabelverlegen (Durchbrüche zwischen Wänden, werkseitige Deckendurchbrüche zw. EG und OG, ... ).
Anschließend haben wir noch die zur Diskussion gestandenen Dinge bemustert, inbesondere die Eingangstür und die Treppe galt es noch zu entscheiden.
Anschließend haben wir noch die zur Diskussion gestandenen Dinge bemustert, inbesondere die Eingangstür und die Treppe galt es noch zu entscheiden.
Nach einigem hin und her konnten wir uns dann doch festlegen - auch wenn es wirklich nicht ganz einfach ist. Gerade bei Haustüren gibt es viele schöne Varianten. Mit der Treppe sind wir auch sehr zufrieden, zumindest vorerst. Denn eine lackierte Treppe könnte später auch Ärger machen, aber das müssen wir dann sehen. Holzoptik hätte jedenfalls überhaupt nicht in unsere Vorstellung gepasst und so hatten wir eigentlich keine so große Wahl.
Abschluss
Am Ende hat uns die Planerin noch alle Änderungen und Wünsche im Plan gezeigt, wo auch das neue Vordach schon mit enthalten war. Gerade das hat uns wirklich gut gefallen, auch wenn der Preis von insgesamt fast 4.000€ wirklich weh tut, zumal es vorher nicht eingeplant gewesen ist. So konnten wir dann alles unterschreiben und warten nun auf den Bauantrag, der nächste Woche eintreffen sollte. Wir hoffen, das es mit der Baugenehmigung bis Ende Februar klappt ✌
Donnerstag, 16. November 2017
Positionierung des Hauses
Am kommenden Montag und Dienstag (21.11.) gehts zur Bemusterung nach Lehrte, dem Hauptsitz von Helma. Ziel der Veranstaltung ist die Fertigstellung der Planungsarbeiten, sodass wir möglichst zeitnah den Bauantrag in den Händen halten und dann beim Bauamt einreichen können.
Eine wichtige Entscheidung ist die genaue Position des Hauses. Das die Bodenplatte von der Garage noch liegen - und eigentlich auch liegen bleiben soll - macht es nicht einfacher.
Nun haben wir uns mithilfe des Planungsvorschlages von Helma hingesetzt und auf dem Grundriss rumgemalt. Geholfen hat hierbei, dass wir den Lageplan als DXF-Datei vom Vermesser bekommen haben. Ein kostenfreies und ganz nettes Tool zum Bearbeiten ist der "pCon Planer" (Link). Damit lassen sich entsprechende Rechtecke präzise zeichnen und auch Maße erstellen.
Nun haben wir uns entschieden: Das Haus soll genau an die Kante der Bodenplatte 🙈😅 So bleibt noch Platz fürs Auto und wir gewinnen einen Meter im hinteren Teil des späteren Gartens.
Jetzt musste aber noch geklärt werden, ob das denn so in Ordnung ist (baulich).
Am Dienstag, 14.11., dann also ein kurzes Treffen auf dem Grundstück mit Tieferbauer, Verkaufsberater und Bauleiter.
Klares, freundliches, kurzes Gespräch: Ja kann man so machen. 😀 Nun ist es nicht unbedingt sinnvoll, direkt die Kante der Bodenplatten aneinander stoßen zu lassen, aber ein paar Zentimeter genügen. So kann die Platte als Kranstellplatz erhalten bleiben und dient zusätzlich als Lagerfläche. Prima.
Außerdem konnten wir so auch gleich mit dem Tiefbauer über die Details zur Medienverlegung sprechen. Die brauchen wir nämlich für die Anträge bei den Versorgern. Das folgt als nächstes.
Sonntag, 1. Oktober 2017
Lageplan ist da
Am 22.09.2017 hat uns der Vermesser den vorläufigen Lageplan überreicht. Damit haben wir endlich alle Voraussetzungen für die Planung zusammengetragen und können alles an Helma übergeben, damit es losgehen kann.
Warum ist der Plan denn nur vorläufig, der Vermesser erstellt doch einen amtlichen Lageplan ?
Naja, weil wir eine Ausnahmegenehmigung für die Grenzbebauung auf dem vorderen Teilstück beantragen müssen. Erst wenn diese Genehmigung offiziell ist, ist der Lageplan amtlich gültig. Aber für die Planung ist der Plan ok, denn unseren Chancen für die Genehmigung stehen recht gut. Die besagte Bebauung ist bereits über 30 Jahre alt und sollte daher als Bestand anerkannt werden. Natürlich gibt's dann einige Auflagen, aber damit können wir leben.
Jetzt hoffen wir, dass die Planung recht fix vorwärts geht und wir vielleicht noch im November den Bauantrag in den Händen halten 🙌
Warum ist der Plan denn nur vorläufig, der Vermesser erstellt doch einen amtlichen Lageplan ?
Naja, weil wir eine Ausnahmegenehmigung für die Grenzbebauung auf dem vorderen Teilstück beantragen müssen. Erst wenn diese Genehmigung offiziell ist, ist der Lageplan amtlich gültig. Aber für die Planung ist der Plan ok, denn unseren Chancen für die Genehmigung stehen recht gut. Die besagte Bebauung ist bereits über 30 Jahre alt und sollte daher als Bestand anerkannt werden. Natürlich gibt's dann einige Auflagen, aber damit können wir leben.
Jetzt hoffen wir, dass die Planung recht fix vorwärts geht und wir vielleicht noch im November den Bauantrag in den Händen halten 🙌
Montag, 11. September 2017
Operation Smart Home
Als wir mit der Detailplanung des Hauses und der Ausstattung begonnen hatten, kam das Thema Rollläden und deren Steuerung auf. Schnell, um nicht zu sagen sofort, war klar, dass manuelle Rollläden kein Thema sind. Bei ca. 20 Stück, verteilt auf 2 Etagen, wird es eine müßige Aufgabe, durch das Haus zu laufen, um die Dinger runter oder rauf zu gurbeln.
Ok.. also elektrische Antriebe. Nun muss aber trotzdem jemand durch das Haus laufen und überall auf die Taster drücken. Das klingt doch irgendwie ein bisschen... 90er ? Eine Verbesserung könnte eine zentrale Steuerung schaffen - ein Taster und zusätzlich eine Schaltuhr, mit der alle oder zumindest eine größere Gruppe gleichzeitig gefahren werden kann. Jetzt muss nur noch jemand entscheiden, zu welchen Zeiten die Rollläden hoch oder runter gefahren werden sollen und die Gruppen festlegen. Dabei ist man natürlich weit entfernt von einer optimalen Nutzung:
Der Sonne abgewendete Seiten werden dennoch verdunkelt und umgekehrt. Vielleicht vergisst man das runterfahren, weil es am morgen noch bewölkt gewesen ist, aber im Laufe des Tages scheint die Sonne und überhitzt das Haus. Grundsätzlich lässt sich damit wohl leben - es gibt sicher schlimmeres. Es wird dazu führen, dass sie nicht so intensiv genutzt werden. Morgens runter, abends rauf - fertig. Wofür hat man denn schon sonst Rollläden - nicht so schlimm. 😕
Aber: Wenn man sich anschaut, wie (sau) teuer Rollläden insgesamt sind, möchte ich diese auch möglichst sinnvoll ausnutzen. Dann habe ich mich ein wenig mit Steuerungen für Rollläden beschäftigt, z.B. vom Zomfy. Dabei wird relativ schnell klar, das die Preise für eine einigermaßen(!) gute Steuerung, alles andere als niedrig sind. Also begann ich mal zu schauen, was die Alternativen sind.
Und Da wir ohnehin die Elektroanlage alleine ausführen, lag es auf der Hand: Machen wir das Haus smart 😁😁 - so wie man sich eine Haussteuerung in einem EFH im Jahr 2017 eben vorstellt. 😎
Im April/Mai begann ich mit der Recherche über die Möglichkeiten. Es sollte eine solide Lösung sein, kein Gebastel. Von meinem Vater kam auch schnell der Hinweis: Zentralisierung. "Sieh zu, dass möglichst alles an einer Stelle getauscht werden kann, wenn etwas kaputt geht".
Ok, fein. Es kristalisierten sich KNX und Loxone heraus. Jetzt müssen wir uns entscheiden - und das ist echt nicht so einfach. Viele andere haben bereits über die beide Kandidaten, Unterscheide und co geschrieben - deshalb reduziere ich das ganze in einem kurzem, anderen Post.
Ok.. also elektrische Antriebe. Nun muss aber trotzdem jemand durch das Haus laufen und überall auf die Taster drücken. Das klingt doch irgendwie ein bisschen... 90er ? Eine Verbesserung könnte eine zentrale Steuerung schaffen - ein Taster und zusätzlich eine Schaltuhr, mit der alle oder zumindest eine größere Gruppe gleichzeitig gefahren werden kann. Jetzt muss nur noch jemand entscheiden, zu welchen Zeiten die Rollläden hoch oder runter gefahren werden sollen und die Gruppen festlegen. Dabei ist man natürlich weit entfernt von einer optimalen Nutzung:
Der Sonne abgewendete Seiten werden dennoch verdunkelt und umgekehrt. Vielleicht vergisst man das runterfahren, weil es am morgen noch bewölkt gewesen ist, aber im Laufe des Tages scheint die Sonne und überhitzt das Haus. Grundsätzlich lässt sich damit wohl leben - es gibt sicher schlimmeres. Es wird dazu führen, dass sie nicht so intensiv genutzt werden. Morgens runter, abends rauf - fertig. Wofür hat man denn schon sonst Rollläden - nicht so schlimm. 😕
Aber: Wenn man sich anschaut, wie (sau) teuer Rollläden insgesamt sind, möchte ich diese auch möglichst sinnvoll ausnutzen. Dann habe ich mich ein wenig mit Steuerungen für Rollläden beschäftigt, z.B. vom Zomfy. Dabei wird relativ schnell klar, das die Preise für eine einigermaßen(!) gute Steuerung, alles andere als niedrig sind. Also begann ich mal zu schauen, was die Alternativen sind.
Und Da wir ohnehin die Elektroanlage alleine ausführen, lag es auf der Hand: Machen wir das Haus smart 😁😁 - so wie man sich eine Haussteuerung in einem EFH im Jahr 2017 eben vorstellt. 😎
Im April/Mai begann ich mit der Recherche über die Möglichkeiten. Es sollte eine solide Lösung sein, kein Gebastel. Von meinem Vater kam auch schnell der Hinweis: Zentralisierung. "Sieh zu, dass möglichst alles an einer Stelle getauscht werden kann, wenn etwas kaputt geht".
Ok, fein. Es kristalisierten sich KNX und Loxone heraus. Jetzt müssen wir uns entscheiden - und das ist echt nicht so einfach. Viele andere haben bereits über die beide Kandidaten, Unterscheide und co geschrieben - deshalb reduziere ich das ganze in einem kurzem, anderen Post.
Mittwoch, 6. September 2017
Finanzierung - Check
Am 28.08.2017 war es dann soweit - wir haben den Darlehensvertrag beim Finanzierer unterschrieben. Im Verlauf der Planung hatten wir mit insgesamt 3 Finzanzierspartnern gesprochen. Unsere Erfahrungen möchte ich gerne kurz festhalten. Vorab noch kurz etwas zu unseren Vorstellung.
Aufgrund des Niedrigzins-Umfeldes ist eine möglichst lange Zinsbindung erstrebenswert. Es ist sehr unwahrsscheinlich, dass die Zinsen für Baukredite in 15 Jahren tatsächlich niedriger sind als heute. Also wollten wir eine möglichst lange Kreditlaufzeit.
Wir werden uns nahezu komplett neu einrichten, sodass hier einige Zusatzkredite (Küche, Möbel) nötig werden. Das schränkt unsere Möglichkeiten ein, sodass wir zunächst eine etwas kleinere Rate zahlen wollten. Doch wie kann das erreicht werden?
Die Kredithöhe, Zins und die Tilgung definieren die monatliche Rate. Da Zins (durch die Laufzeit) und Darlehenssumme relativ fix sind, bleibt nur noch die anfängliche Tilgung als Stellschraube. Hier setzt das "neue" Gesetzt für Verbraucherkredite (seit 01.01.16) den Banken gewisse Grenzen. Es wird daher immer eine anf. Tilgung von >= 2% angestrebt. Das ist grundsätzlich auch sinnvoll und soll die Überschuldung von Bauherren am Ende der Kreditlaufzeit verhindern, falls inzwischen die Zinsen angestiegen sind. Für uns heißt das aber, dass wir eine sehr hohe Rate gleich zu Beginn zahlen müssten - also nix mit Stellschraube. Verdammt!
Letzte Möglichkeit ist die Laufzeit zu verändern, sodass der Zins runter geht. Grundsätzlich gilt: je länger die Laufzeit, desto höher der Zins und umgekehrt. Dieser Trade-Off kann allerdings -sau- teuer werden: wenn am Ende der (kurzen) Laufzeit die Zinsen gestiegen sind, wird der Kredit sehr viel teurer als bei einer langen Laufzeit. Hier muss man ganz genau aufpassen und abwägen.
Was wir eigentlich wollten: Lange Laufzeit, zu beginn eine niedrige Tilgung (1-1,25%) und nachdem die Möbelkredite weg sind, die Tilgung auf >= 2% erhöhen, damit am Ende der Laufzeit die Restschuld nicht zu hoch ist. Diese Vorstellung umzusetzen war wirklich schwierig. Folgend unsere Erfahrungen mit den Finanzierern:
Aufgrund des Niedrigzins-Umfeldes ist eine möglichst lange Zinsbindung erstrebenswert. Es ist sehr unwahrsscheinlich, dass die Zinsen für Baukredite in 15 Jahren tatsächlich niedriger sind als heute. Also wollten wir eine möglichst lange Kreditlaufzeit.
Wir werden uns nahezu komplett neu einrichten, sodass hier einige Zusatzkredite (Küche, Möbel) nötig werden. Das schränkt unsere Möglichkeiten ein, sodass wir zunächst eine etwas kleinere Rate zahlen wollten. Doch wie kann das erreicht werden?
Die Kredithöhe, Zins und die Tilgung definieren die monatliche Rate. Da Zins (durch die Laufzeit) und Darlehenssumme relativ fix sind, bleibt nur noch die anfängliche Tilgung als Stellschraube. Hier setzt das "neue" Gesetzt für Verbraucherkredite (seit 01.01.16) den Banken gewisse Grenzen. Es wird daher immer eine anf. Tilgung von >= 2% angestrebt. Das ist grundsätzlich auch sinnvoll und soll die Überschuldung von Bauherren am Ende der Kreditlaufzeit verhindern, falls inzwischen die Zinsen angestiegen sind. Für uns heißt das aber, dass wir eine sehr hohe Rate gleich zu Beginn zahlen müssten - also nix mit Stellschraube. Verdammt!
Letzte Möglichkeit ist die Laufzeit zu verändern, sodass der Zins runter geht. Grundsätzlich gilt: je länger die Laufzeit, desto höher der Zins und umgekehrt. Dieser Trade-Off kann allerdings -sau- teuer werden: wenn am Ende der (kurzen) Laufzeit die Zinsen gestiegen sind, wird der Kredit sehr viel teurer als bei einer langen Laufzeit. Hier muss man ganz genau aufpassen und abwägen.
Was wir eigentlich wollten: Lange Laufzeit, zu beginn eine niedrige Tilgung (1-1,25%) und nachdem die Möbelkredite weg sind, die Tilgung auf >= 2% erhöhen, damit am Ende der Laufzeit die Restschuld nicht zu hoch ist. Diese Vorstellung umzusetzen war wirklich schwierig. Folgend unsere Erfahrungen mit den Finanzierern:
- Interhyp Unabhängiger Bau-Finanzierer, deren absolutes Kerngeschäft alle Arten von Baufinanzierungen ist. Dementsprechend hoch ist das Know-How. Das betrifft sowohl die Details der Finanzierung selbst als auch das "Drumherum", also die Besonderheiten beim Ablauf des Hausbaus, bspw. genug Erfahrung um die Finanz-Planung mit den Bauherren durchzusprechen und auf mögliche Planungsfehler/Fehleinschätzung hinzuweisen ("Ohh, nur 10% für Baunebenkosten? Das ist zu wenig.").
- Roth Finanz Als wir zu Roth Finanz gingen, hatten wir schon ein gewisses KnowHow in der Thematik aufgebaut. Außerdem war der Finanzplan einigermaßen ausgearbeitet. Die Empfehlung kam von Roth Massivhaus, wo wir für ein Orientierungsgespräch hatten. Es ist ebenfalls ein unabhängiger Finanzierer, aber sehr sehr viel kleiner als der Big-Player Interhyp.
- Allianz Durch Interhyp hatten wir bereits einige Angebot der Allianz bekommen, die zwar ganz ok im Zins waren, aber immer eine Tilgung von >= 2% vorausgesetzt haben. Durch einen guten Kontakt zu einer Allianz-Vertretung sind wir dann, trotz großer Skepsis, doch zum Gespräch gegangen. Hier zeigt sich dann der angesprochene Unterschied: Im Unterschied zu den Angeboten durch Interhyp, hat der Vertreter ein gewisses Mitspracherecht bei der Gestaltung des Darlehensvertrages. So kann er -trotz Vorgaben der Allianz- besondere Verbarungen vorschlagen, z.B. eine niedrigere anfängliche Tilgung.
Ingesamt war die Zusammenarbeit mit Interhyp immer sehr gut. Unsere (vielen, sehr vielen) Fragen wurden stets zeitnah beantwortet. Aktualisierung von Angeboten ging ebenfalls sehr fix. Außerdem wurde versucht auf Themen und Besonderheiten einzugehen, bevor wir selbst darauf gekommen sind nachzufragen. Wir hätten uns eine Zusammenarbeit sehr gut vorstellen können.
Am Ende gibt es bei (allen - vermute ich) unabhängigen Finanzierern ein Problem: Sie müssen mit den Bedingungen der Banken leben und können keine Besonderheiten vereinbaren. Wenn also bspw. eine Bank nur mit 2% anf. Tilgung fianziert, kann Interhyp diese Bedingung nicht verändern. Die Bank selbst hat dort womöglich noch Spielraum. Das ist dann wichtig, wenn man spezielle, marktunübliche, Besonderheiten beachten möchte.
Grundsätzlich hatten wir schon das Gefühl, unser Gegenüber weiß, wovon sie redet. Dennoch hat die Chemie nicht gestimmt. Wir mussten viele Details nachfragen. Letztes war es ein kurzes Standardgespräch.
Zunächst haben wir mit 1% Tilgung und 25 Jahre Laufzeit geplant - doch das hat die Allianz dann doch abgelehnt - Mist. Wir konnten uns dann auf 1,25% einigen - mussten dafür aber einen Bausparer aufnehmen, der solange der Allianz gehört, bis wir die Tilgung erhöhen. Ein fairer Deal - Die Allianz muss dafür sorgen, dass der Kredit vernünftig getilgt wird und hat dafür eine Sicherheit verlangt. Letztlich haben dann beide Seiten was sie wollten: Die Bank die Sicherheit und wir die niedrigere Rate und eine lange Laufzeit.
Zum Schluss noch ein paar grundsätzliche Tipps für angehende Bauherren:
1. Planung der Finanzen - ihr müsst genau wissen, welche Rate im Monat möglich ist
2. Planung der Kredithöhe - ihr müsst genau ermitteln, wieviel Geld ihr eigentlich für das gesamte Bauvorhaben (inkl. Grundstückskauf, Steuern, Vermessung,...,Baunebenkosten, Gartengestalgung?, ...) benötigt. Dabei nichts vergessen und eher einen Puffer einbauen. Nachfinanzieren ist i.A. sehr viel teurer.
3. Beschäftigt euch genau mit Grundregeln von Kreditverträgen. Ein guter Finanzierer wird euch zwar viel erzählen, aber es wird -IMMER- etwas ausgelassen. Das ist gar keine Absicht, es wird einfach angenommen, die Bauherren werden das sicher wissen. Oder es wird vergessen, oder oder. Es sind Details wie: Zinsen werden ab der 1. Auszahlung (auf den ausgezahlen Betrag) fällig, Tilgung ebenso, Banken verlangen eine Gebühr für die Bereitstellung ("Bereitstellungszinsen") usw.
4. Vergesst die Restschuld nicht! Viele Bauherren freuen sich über Zinsen deutlich <2 % - bei einer mageren Laufzeit von 10 Jahren. Wenn dann nicht viel Eigenkapital vorhanden gewesen ist oder sehr hoch getilgt wird (> 3% sollten es dann schon sein), ist die Restschuld sehr hoch. Hier lauert das Risiko einer sehr hohen Anschlussfinanzierung, falls der Zins angestiegen sein sollte.
Wir sind jedenfalls froh, das Thema endlich abgehakt zu haben - es hat uns lange beschäftigt und sehr sehr viel Zeit in Anspruch genommen.
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